Rot-Grüner Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf dem Deutschlandfest: Mit Klartext und viel Verve in die heiße Wahlkampfphase

deutschlandfest_bannerbild-dataDie alte Tante SPD hat an diesem Wochenende alle Bürgerinnen und Bürger zu ihrem 150. Geburtstag nach Berlin eingeladen. Die Sozialdemokraten wollten es  groß angehen – und sie sind es verdammt groß angegangen: Von Samstagvormittag zu Sonntagnachmittag besuchten etwa eine halbe Millionen Menschen die umfunktionierte Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Schon am Freitag sind Sozialdemokraten aus dem gesamten Bundesgebiet mit Hunderten Bussen und teilweise Sonderzügen angereist, um ihre Partei zu feiern und sich gemeinsam auf die heiße Phase des Wahlkampfes einzustimmen. Daneben besuchten auch viele Touristen und neugierige Berliner das laut spd.de wohl größte politische Fest, das es auf diesem Kontinent jemals gegeben hat. Aufgrund des Andrangs mussten die Eingänge zwischenzeitlich sogar geschlossen werden. Die Besucherzahlen haben damit alle Erwartungen übertroffen, was auch mit dem kulturellen Rahmenprogramm zu tun haben dürfte: Musikalische Höhepunkte des Deutschlandfests waren u.a. Nena, Samy Deluxe und Dick Brave and the Backbeats.

Umjubelter Steinbrück

Politischer Höhepunkt des Deutschlandfests war zweifellos die 946356_10151533316122377_108844019_nmit Spannung erwartete Rede von Peer Steinbrückam Samstag Nachmittag um 16 Uhr vor dem Brandenburger Tor. Wo sonst Tore bejubelt werden, hat der rot-grüne Kanzlerkandidat vor rund 200.000 Zuschauern eindrucksvoll die heiße Phase des Wahlkampfes eingeläutet. Sein Motto lautete dabei: “Ein besseres Land kommt nicht von allein”. Steinbrück blickte zunächst auf die stolze Geschichte der deutschen Sozialdemokratie zurück, aber fokussierte sich dann schnell auf die großen Gestaltungsaufgaben nach dem 22. September. Mit dem klaren Ziel einer rot-grünen Regierung, die für ein gesellschaftliches „Bündnis der Starken mit den Schwachen“ sorgt, sagte Steinbrück: „Das ist meine Vorstellung von Deutschland. Das ist meine Vorstellung von einem Land, das stark ist, weil es gerecht zugeht. Von einer Gesellschaft, die zusammenhält. Von einer Politik, die nicht nur abwartet und verwaltet, sondern dieses Land gestaltet. Das ist die Orientierung, das sind die Werte, auf deren Grundlage ich mich bewerbe, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden und mit Leidenschaft, Verantwortungsbereitschaft und Augenmaß Politik zu betreiben. Und mit Klartext“.

Fest der Superlative

Selbst der den Sozialdemokraten selten zugeneigte Spiegel-Online Redakteur Veit Medick hat in seinem Artikel „Steinbrück startet zur großen Offensive“ zugeben müssen, dass dieses „rauschende Fest“ den „Sozialdemokraten ganz gutgetan“ hat: „Das Wetter hat mitgespielt, Steinbrück hat eine ordentliche Rede gehalten, die Wahlkämpfer fahren mit einem guten Gefühl nach Hause. Sie wissen wieder ein bisschen besser, wofür sie sich anstrengen sollen.“ Auf 2 Superlative des Deutschlandfests hat zudem Erik Flügge gestern auf Twitter hingewiesen: 1. Noch nie hat ein Kanzlerkandidat vor so vielen Menschen geredet. 2. Das Deutschlandfest war die größte demokratische Parteiveranstaltung aller Zeiten. Hier sei nochmal Veit Medick zitiert: „Ein paar hunderttausend Besucher sind an beiden Tagen ans Brandenburger Tor gekommen, das dürfte auch die Union registriert haben.“

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#bewegungjetzt trommelt mit

Auch #bewegungjetzt war auf dem Deutschlandfest präsent und hat lautstark für Rot-Grün und den politischen Wechsel am 22. September getrommelt. Zudem haben wir kurze Statements von den Besuchern unseres Standes gesammelt, die uns vor unserer Kamera erklärt haben, warum ein rot-grüner Regierungswechsel so dringend notwendig ist (demnächst könnt Ihr alle Videostatements auch auf www.bewegungjetzt.de und auf www.facebook.com/bewegungjetzt finden). Schließlich ist auf der Straße des 17. Juni auch die ein oder andere neue Kampagnenidee für die letzten heißen 4 Wochen geboren worden. Dazu später mehr.

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