Kategorie-Archiv: Beitrag aus der Redaktion

#bewegungjetzt sagt herzlich: Dankeschön

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

seit heute Nacht um 2.45 Uhr ist es amtlich: CDU/CSU haben die Bundestagswahl gewonnen und damit durch die Wählerinnen und Wähler einen klaren Regierungsauftrag erhalten. Wir gratulieren Angela Merkel zu ihrem Wahlsieg. Es ist nicht schönzureden: Das Ziel von #bewegungjetzt, durch einer rot-grünen Mehrheit den politischen Wechsel einzuläuten, haben wir nicht erreicht. Gleichwohl ändert dies nichts an unseren Überzeugungen: Die dringenden gesellschaftspolitischen Impulse können nur von Rot-Grün ausgehen. Und nur eine rot-grüne Bundesregierung kann unsere Gesellschaft in eine gerechtere und ökologischere Zukunft führen.

Für die von Euch erfahrene Unterstützung, sei es in Form von ermutigenden Worten, Hinweisen und kreativen Ideen sowie natürlich dem Weitertragen unserer rot-grünen Botschaft, möchten wir uns – auch im Namen von Peter Siller, Tobias Dürr, Hubertus Heil und Kerstin Andreae – nochmal ganz herzlich bedanken! Dass unsere so kurzfristig aus dem Boden gestampfte Initiative mit knapp 11.000 UnterstützerInnen innerhalb von nur 12 Wochen solch einen immensen Zuspruch erhalten hat, ist im Wesentlichen Euer Verdienst – und hat nicht nur uns begeistert und motiviert. So hat sich unser rot-grüner Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Wahlabend persönlich nochmals ausdrücklich für den Rückenwind bedankt, der gerade in der heißen Wahlkampfphase von unserer Initiative ausging. Diesen Dank geben wir gern an Euch weiter: Gemeinsam mit Euch konnten wir mit #bewegungjetzt in den letzten Wochen in beeindruckender Weise das rot-grüne Lager sowie zahlreiche Unentschlossene aktivieren und mobilisieren. Herzlichen Dank dafür!

Angesichts einer drohenden Fortsetzung der Stillstandspolitik muss aus unserer Sicht nun das Gebot der Stunde heißen: Bewegung, jetzt erst recht!

Herzliche Grüße

Philipp und Dominic
- für das #bewegungjetzt-Team -

Hier geht es nochmal zur Originalversion des Dankesbriefs.

Wir haben die Wahl! Warum es am 22. September um viel geht – und Richard David Precht sich irrt_Beitrag von #bewegungjetzt-Mitinitiator Peter Siller

Siller_mit LogoGut, dass der Wahlkampf künstlerisch und intellektuell doch noch an Fahrt aufnimmt: Engagierte Schauspieler wie Moritz Bleibtreu oder Jürgen Vogel werfen flächendeckend ihr Gewicht für McDonald’s in die Waagschale. Einem Konzern, der weltweit immer wieder für Massentierhaltung, Umwelt-Zerstörung und Dumping-Löhne angeprangert wird.

Profilierte Fernseh-Intellektuelle sehen ihre Aufgabe darin, die Bürgerinnen und Bürger für die Option des Nichtwählens zu sensibilisieren. Für Richard David Precht ist „die Wahl zwischen Wählen und Nichtwählen nicht wirklich wichtig“. Nach Peter Sloterdijk ist unter den etablierten Parteien „im Augenblick schlechthin keine wählbar“. Und für Ernst-W. Händler bedeutet die Stimme für eine Partei „nicht nur einen Charakterfehler in Kauf zu nehmen, sondern sich bewusst für ihn zu entscheiden.“ In einer Umfrage der ZEIT gibt es unter 48 namhaften KünstlerInnen und Intellektuellen eine absolute Mehrheit von sagenhaften 58,3%, die Weiterlesen

Die Sache mit den Erststimmen: Intelligent für den rot-grünen Wechsel stimmen_Beitrag von #bewegungjetzt-Mitinitiator Tobias Dürr

Dürr KopieDie Initiative #bewegungjetzt ist angetreten, um im Bundestagswahlkampf 2013 mit aller Kraft das progressive Bündnis von SPD und Grünen zu unterstützen. Nicht die eine Partei oder die andere – sondern ausdrücklich beide zusammen wollen wir vorne sehen. Denn nur Rot-Grün insgesamt verspricht den vorwärtsgewandten Politikwechsel, den unser Land jetzt dringend braucht. Wir sind überzeugt: Rot-Grün ist mehr als eine taktische Zählgemeinschaft, sondern bildet – mit den jeweils besonderen und einander ergänzenden Akzenten der beiden Parteien – als Gesamtpaket die politische Kraft, die Deutschland endlich auf einen zugleich fortschrittlicheren und nachhaltigeren Kurs bringen wird. Die Gründe für diese Einschätzung haben wir in unserem Rot-Grünen Manifest zusammengefasst.

Zum gemeinsamen Ziel, dem erbarmungswürdigen Treiben der Regierung Merkel/Rösler ein Ende zu bereiten, tragen rot-grüne Wählerinnen und Wähler Weiterlesen

Rot-Grüner Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf dem Deutschlandfest: Mit Klartext und viel Verve in die heiße Wahlkampfphase

deutschlandfest_bannerbild-dataDie alte Tante SPD hat an diesem Wochenende alle Bürgerinnen und Bürger zu ihrem 150. Geburtstag nach Berlin eingeladen. Die Sozialdemokraten wollten es  groß angehen – und sie sind es verdammt groß angegangen: Von Samstagvormittag zu Sonntagnachmittag besuchten etwa eine halbe Millionen Menschen die umfunktionierte Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Schon am Freitag sind Sozialdemokraten aus dem gesamten Bundesgebiet mit Hunderten Bussen und teilweise Sonderzügen angereist, um ihre Partei zu feiern und sich gemeinsam auf die heiße Phase des Wahlkampfes einzustimmen. Daneben besuchten auch viele Touristen und neugierige Berliner das laut spd.de wohl größte politische Fest, das es auf diesem Kontinent jemals gegeben hat. Aufgrund des Andrangs mussten die Eingänge zwischenzeitlich sogar geschlossen werden. Die Besucherzahlen haben damit alle Erwartungen übertroffen, was auch mit dem kulturellen Rahmenprogramm zu tun haben dürfte: Musikalische Höhepunkte des Deutschlandfests waren u.a. Nena, Samy Deluxe und Dick Brave and the Backbeats. Weiterlesen

“Aufholjagd jetzt!” Zur Lage von Rot-Grün 10 Wochen vor der Bundestagswahl_von Dominic Schwickert

dominic-schwickert_q_wannsee_nummer 3Der Gesamteindruck von schwarz-gelber Regierungspolitik könnte 70 Tage vor der Wahl schlechter nicht sein: Die Merkel-Rösler-Regierung schlittert immer tiefer in den Überwachungsskandal. Auch wenn zurzeit noch unklar ist, wie viel die Bundesregierung im Rahmen des NSA-Abhörskandals wirklich wusste und billigte, stimmt es in jedem Falle nachdenklich, wenn Minister Friedrich aus Krisengesprächen in Washington ohne konkrete Ergebnisse zurückkehrt und dem Prism-Programm im Heute-Journal dann auch noch einen „edlen Zweck“ bescheinigt. Dazu kommen immer neue belastende Details gegen Minister de Maizière in der „Euro Hawk“-Affäre und zunehmender Protest von Eltern gegen die dreist schöngerechneten Zahlen von Ministerin Schröder zum Kita-Ausbau. Dauerpräsent ist auch „Merkelplag“, der schwarz-gelbe Themenklau bei der politischen Konkurrenz, der nicht nur einen gewissen Stil, sondern auch einen eigenen gesellschaftspolitischen Kompass vermissen lässt.

Zur schwarz-gelben Ideenlosigkeit mischen sich Tatenlosigkeit und schlechtes Regierungshandwerk. Gegen die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft oder für mehr Perspektiven junger arbeitsloser Menschen in Europa hat Schwarz-Gelb zurzeit leider kein wirkliches Angebot im politischen Portfolio. Und statt aktiv Politik zu gestalten, erleben wir im Regierungsalltag immer wieder ein lähmendes Zögern, Zaudern und Durchlavieren. Die „Merkelei“ geht dabei über die Drohnen- und Spähaffären weit hinaus und deckt von der stockenden Energiewende über die ungelöste Frage der Frauenquote bis hin zu allenfalls halbherzigen Vorschlägen für ein „ganz bisschen“ Mindestlohn fast alle Politikfelder ab. Nicht ganz zu unrecht hat der Philosoph Ulrich Beck diese Beliebigkeit mit einem machiavellistischen Totalpragmatismus verglichen und den Begriff „Merkiavellismus“ geprägt.  Weiterlesen